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Christiane Gerlach
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Raumaufnahme zeigt Geschichten, ausgelöst von zwei alten Bildern, die
Gerlach berühren. Das eine ist Diana mit ihren Jagdhunden neben erlegtem
Wild (undatiert) von Jan Fyt 1611-1661, und das andere die Atelierwand von
Adolph Menzel von 1872. Die Plastiken nehmen den Raum, treten aus dem Bild
und werden Körper. Die Bilder erzählen weitere Geschichten. Heutige
Geschichten. Gestrige Geschichten. Zeitungsnotizen. Sie verweben sich mit
Dianas Geschichten und ihren Hunden, auch Beute gibt es oder Opfer. Was
ist eigentlich mit den vielen Hunden? Was macht die Meute und warum laufen
ihr die Welpen nach? Das ist die nächste Geschichte. Christiane Gerlach arbeitet seit Jahren intensiv und kontinuierlich an ineinandergreifenden Themen. In Raumaufnahme wird erstmalig bewusst der Bezug zu Werken anderer Künstler gesucht und zum Ausgangspunkt von Geschichten, die von ihr wie ein Netz weitergesponnen werden und Verknüpfungen zu ihrem eigenen Alltag suchen. Ihre Werkstoffe sind Gips, Zement, Wachs und Latex, die sie für ihre Skulpturen größtenteils im Gußverfahren einsetzt. Sie arbeitet aber auch mit Papier, der Photographie und Film, sowie der Malerei, um ihre Geschichten zu erzählen. |
...Die Geschichte eines Bildes schnell erzählt. Oder doch nicht? Diana,
rot gekleidet, inmitten ihrer Jagdhunde. Die linke Brust entblösst,
der gekraulte Hund unter ihrer Hand fixiert den nackten Busen. Kind, Säugling,
Geliebter oder der zu domestizierende Wolfswelpe, Vorfahre aller Haushunde?
Was will uns der Maler sagen? Oder Diana, gleicht sie dem erlegten Wild?
Parallelszene: Ein Hund reckt die Schnauze, nimmt Witterung auf, nur wenige
Zentimeter trennen ihn vom kopfüberhängenden Hasen. Nase an Nase.
Den Bogen in der Hand... Mir fallen Geschichten ein, Kaninchengeschichten..... ....Totenmasken, Modellgipse, ein Frauentorso, ein Männertorso und ein Hundekopf. Das Bild fasziniert mich schon lange. In dem Band zur Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle lese ich auf S8.:“Tiere, die als Modelle dienten, waren entweder schon tot oder wurden betäubt...“ und weiter „Es (das Bild erlaubt einen unverstellten, intimen Einblick in das Atelier des Künstlers, in die Sensibilität seiner Wahrnehmung...Welcher Status ist also diesen Fragmenten zuzuerkennen, diesen Bruchstücken, die von schöner und zugleich erschreckender Wirklichkeit sind...“ (Christiane Gerlach im April 2005) Christiane Gerlach (geb. 1958) hat Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg u.a. bei K. P. Brehmer studiert und lebt und arbeitet in Hamburg. english version |
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Heino
Goeb |
Osterwalder´s
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